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| Projektleitung: KANA Gliwice Projektpartner: CJD Maximiliansau, Universität Tampere | |||||||||||||||
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Projekt im Rahmen des Leonardo da Vinci Programms
Innovative Methoden im Einsatz von Informationstechnologien in der beruflichen Weiterbildung von Lehrern und Ausbildern
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Der Künstler
Im Jahr 1469 begann Leonardo da Vinci sein Leben als Künstler. Er wurde von seinem Vater zur legendären Werkstatt des Andrea del Verocchio in Florenz gesandt. Leonardo beherrschte schon bald das Zeichnen. Bald jedoch übertraf er seinen Lehrmeister Verocchio und mit zwanzig war er schon ein berühmter Mann. 1472 malte er die knienden Engel in Verocchios "Die Taufe von Christus" und stellte so seinen Meister in den Schatten.
Leonardo blieb bis 1482 in Florenz. Er schuf drei weitere Kunstwerke: Die Verehrung durch die Könige, Die Verkündung, der Hl. Hieronymus. In dieser Zeit erstellt er aufgrund seiner technischen Begabung einige Zeichnungen mit Maschinen, Waffen und Befestigungen. Die Mailänder Periode (1483 - 1499) von Leonardo steht im Dienste des Herzogs der Stadt, Lodovico Sforza. In dieser Periode malt da Vinci die "Dame mit Hermelin", "Die Jungfrau am Felsen", "Das letzte Abendmahl" und er entwickelt architektonische Designs, wie z.B. Modelle für die Kuppel der Mailänder Kathedrale und Pläne für den Palast.
Bei seiner Rückkehr nach Florenz (1500-1506) arbeitete Leonardo an Skizzen für die Gemälde "Jungfrau und Kind mit St. Anna", "Mona Lisa" und an Skizzen für das Wandgemälde: "Der Kampf von Anghiari". In der zweiten Mailänder Periode (1506-1513) forscht Leonardo intensiv an der menschlichen Anatomie. Zu den Arbeiten dieser Periode zählen zahlreiche Zeichnungen wie z.B. die zweite Version von "Die Jungfrau am Felsen", "Jungfrau und Kind mit St. Anna", "Johannes der Täufer", "Bacchus" und "Leda und der Schwan". Indem Leonardo nach einer universalen Sprache der Malerei suchte, beschäftigte er sich mit Perspektive und andere realistischen Elementen, um Leben in seiner treusten Weise zu zeichnen. Sein Wunsch, die Dinge möglichst realistisch zu präsentieren war zu dieser Zeit absolut innovativ und wurde später von Malern im 16. Jahrhundert als Standard angenommen. Sicher im Umgang mit den Techniken wagte er sich an die wissenschaftliche Studie von Licht und Schatten in der Natur. Er entdeckte, dass Gegenstände nicht aus aus Umrisslinien bestanden, sondern wirklich dreidimensionale Körper sind, die sich durch Licht und Schatten definieren. Durch die so entwickelte Hell-Dunkel-Technik erwarben seine Bilder weiche und lebensechte Qualität.
In seiner endlosen Suche nach Verbesserung und Vervollkommnung wandte sich Leonardo der Wissenschaft zu. Seine betäubend realistischen Bilder widerspiegelten ein exaktes Studium der Natur und der Anatomie, wobei das Sezieren von menschlichen Leichen bemerkenswert akkurate Bilder hervorbrachte. Er war der Pionier in Studieren der körperlichen Proportionen von Männern, Frauen und Kindern und er verwendete diese Studien, um die "ideale" menschliche Gestalt zu bestimmen. Im Gegensatz zu vielen seiner Zeitgenossen war er weit davon entfernt, lächerlich muskulöse Körper zu malen. Er glaubte, dass Künstler neben den Perspektivregeln die Naturgesetze kennen muss. Er betrachtete das Auge als vollkommenes Instrument für das Erlernen dieser Gesetze. Leonardo da Vinci verband in harmonischer Weise, die Individualität eines großen Künstlers mit dem bemerkenswerten Wissen eines Forschers. Der WissenschaftlerDie Einzigartigkeit von Leonardo dem Wissenschaftler bestand in seinem Überbrücken der Lücke zwischen anstößigen unwissenschaftlichen mittelalterlichen Methoden und modernen Ansätzen. Seine Experimente in Anatomie und Studien von Flüssigkeiten waren äußerst innovativ.
Seine wissenschaftlichen Untersuchungen begannen in Mailand und wurden von ihm um 1505 verstärkt. Die Reihe von Themen, die er betrachtete ist unglaublich vielfältig: Anatomie, Zoologie, Botanik, Geologie, Optik, Aerodynamik, Hydrodynamik und andere. Unter großem Einfluss der Arbeiten der alten Griechen und Römer, beschränkte sich Leonardo jedoch nie ausschließlich darauf - ganz im Gegensatz zu vielen seiner Zeitgenossen. Er beobachtete Natur und versuchte scheinbar einfache wissenschaftliche Fragen, z.B. wie Vögel fliegen, durch seine Skizzen zu beantworten. Seine Beobachtungen offenbarten enorme wahrnehmende Fähigkeiten und die Fähigkeit zu vollkommenem Denken. Leonardo ebnete den Weg für neue wissenschaftliche Methoden - die systematische und beschreibende Methode der Naturwissenschaften. Leonardo benutzte Methoden der wissenschaftlichen Untersuchung: nahe Beobachtung, mehrmalige Prüfung der Beobachtung, genaue Abbildung des Gegenstandes oder Phänomens mit kurzen erläuternden Zeichen. Infolgedessen erbte die Menschheit Sammlungen bemerkenswerter Notizen zu einer erstaunlichen Vielfalt von Themen: zur Natur, zu Sonne, Mond und Sternen, zur Bildung von Fossilien und zu den Geheimnissen des Fluges. Der ErfinderAuch ein Genie wie Leonardo musste seinen Lebensunterhalt verdienen, so dass er seine künstlerischen Fähigkeiten in lukrativeren Feldern wie Architektur, Militär-Technik, Kanalbauen und Waffendesign einsetzen musste. Er verschaffte sich einen Job beim Herzog von Mailand, indem er sich selbst als militärischen Ingenieur bezeichnete und einige seiner bedrohlichen Ideen für Waffen und Befestigungsanlagen ans Licht brachte. Leonardo war ein talentierter Ingenieur. Es gab zwar zahlreiche gute Illustratoren der italienischen Renaissance, aber auch hier ließ Leonardo seine Zeitgenossen weit hinter sich. Seine brillanten Ideen waren überwiegend praktisch, teilweise aber auch visionär. Als militärischer Ingenieur wollte er einen trockenen Weg über das Meer bei Istanbul bauen, der das Goldene Horn und den Bosporus mit einer Brücke verbindend. Leider misslang der Brückenplan, da sich die Ingenieure nicht imstande sahen, die riesige Herausforderung anzunehmen. Moderne Ingenieure sind sich aber einig, dass die Brücke absolut realisierbar und funktional gewesen wäre.
Leonardo war davon fasziniert, Zeit messen zu können. Am interessantesten fand er den Gebrauch mechanischer Zahnräder. Infolgedessen erfand er viele verschiedene Dinge wie: ein Fahrrad, einen Hubschrauber, ein "Automobil", und einige bizarre Waffen. Es war aber das Wasser - die Energiequelle jener Zeit - das Leonardo faszinierte. Nach dem Studium aller möglichen Formen - Flüssigkeit, Dampf, Eis - entwarf er verschiedene Ideen der Nutzung. Leonardo da Vinci ist eine immerwährende Quelle der Inspiration. Eine Quelle, die dazu anregen soll, immer weiter zu forschen und Grenzen zu überschreiten. Seine Leidenschaft ist nachahmenswert. | |||||||||||||||
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